„Was bleibt, sind Spuren. Mein Name ist Yilmaz Okan.“

Wer einen Blick auf meine Arbeit wirft, sieht keine Abbildungen – sondern Zeichen, Schichten, Übergänge.

Ich selbst stehe nicht im Vordergrund. Die Kunst beginnt nicht bei mir, sondern irgendwo davor: in alten Mauern, in dunklen Gängen, in stillen Räumen. 


PrimoArt zeigt ausschließlich Werke, die aus dieser inneren und äußeren Suche entstanden sind.

Diese Seite, diese Bilder, diese Spuren – sie führen nicht zu mir, sondern in etwas Tieferes hinein. 

Wer möchte, ist eingeladen, mitzugehen.

Eine künstlerische Expedition durch Zeiten und Symbole.

Meine kreative Reise

Schon in meiner Kindheit wurde mein Entdeckergeist geweckt, als ich die Abenteuer von Captain Kidd und die Schatzinsel verfolgte. Geschichten von fernen Welten, verborgenen Schätzen und unbekannten Pfaden prägten früh meine Fantasie.

Mit fünf Jahren zeichnete ich zum ersten Mal das berühmte „Z“ von Zorro – ein Symbol, das für mich Gerechtigkeit, Mut und Identität verkörperte. Ohne es zu ahnen, begann in diesem Moment meine erste bewusste Begegnung mit Zeichen und Symbolen.

Aus diesem einen Zeichen wurden bald mehr als nur Linien. Ich begann, Tiere zu malen – in bestimmten Haltungen und Posen, die man deuten konnte. Es ging mir dabei nie nur um das Tier selbst, sondern um das, was seine Haltung und Bewegung ausdrückte.

Mit den Jahren verlagerte sich mein Blick zunehmend nach außen – in die Welt.

Ich bereiste viele Orte, lernte unterschiedliche Kulturen kennen und tauchte in ihre jeweilige Symbolik ein. Diese Erfahrungen prägten mein Denken und meine Sicht auf die Welt.

Erst um die 30 herum fand ich schließlich zur Kunst zurück – nicht als bloßes Hobby, sondern als bewussten Ausdruck all der Eindrücke, Gedanken und Geschichten, die sich über die Jahre in mir gesammelt hatten.

Heute ist das künstlerische Arbeiten für mich mehr als nur Gestaltung. Es ist ein Weg, innere Bilder, Zeichen und Erinnerungen sichtbar zu machen – für mich selbst und für all jene, die darin vielleicht ein Stück ihrer eigenen Geschichte entdecken.


Die Orte, die ich aufsuche, sind keine Kulissen – sie tragen Geschichte, Struktur und Erinnerung.

In solchen Umgebungen entstehen Gedanken. 
Ich beobachte, sammle Eindrücke, studiere die Spuren.

Die Formen in meiner Kunst sind oft keine Erfindungen – sie sind Ergebnisse solcher Begegnungen.

Das Licht fällt schräg ein.
Die Wände sind roh, die Luft wirkt kühl.

Es ist ein stiller Moment – zwischen Präsenz und Rückzug.

In solchen Situationen entstehen Eindrücke, die später in meine Arbeiten einfließen.

In Räumen wie diesen entstehen keine schnellen Ideen – hier entsteht Klarheit.

Manche Bilder, die später auf Leinwand entstehen, beginnen in genau solchen Momenten:


Beobachtend. Fragend. Offen.

Seit jeher sucht der Mensch nach Wegen, das Unsichtbare sichtbar zu machen.

Formen, Zeichen und Gesten wurden zu Trägern tieferer Bedeutung – jenseits des Offensichtlichen.

Sie verdichten Bedeutung, wecken Erinnerungen und geben dem Unsichtbaren eine Form.


„Symbole wirken jenseits von Sprache.“

Zwischen Kulturen, Symbolen und Sternen 

Meine künstlerische Arbeit ist geprägt von einer tiefen Faszination für die Vielfalt der Kulturen, Mythen und Symbole dieser Welt. Aufgewachsen zwischen der kurdischen und der deutschen Kultur, begleiteten mich von klein auf Geschichten und Zeichen, die weit über Worte hinausgehen. 

Inspiriert von den alten Hochkulturen Mesopotamiens, den Druiden und Hexen Europas, den Symbolen der ägyptischen Mythologie und den Legenden der Griechen und Römer, fließen diese vielschichtigen Einflüsse in meine Werke ein. Auch das Königreich Kusch – das Reich der sogenannten „schwarzen Pharaonen“ – fasziniert mich durch seine Kraft und Spiritualität. 

Meine künstlerische Sprache schöpft nicht nur aus historischen Quellen, sondern auch aus persönlichen Erlebnissen: Ich reiste zu den bosnischen Pyramiden und tauchte tief in ihre unterirdischen Strukturen und Symbole ein – lange bevor sie öffentliches Interesse weckten. 

Die Entdecker wie Jean-François Champollion, Robert Koldewey, Otto Rahn, Heinrich Schliemann oder Thor Heyerdahl haben meine Perspektive ebenso geprägt wie das stille Staunen über Sternbilder, deren Geschichten seit Jahrtausenden den Himmel erzählen. 

Ob es die Runen der Germanen, die mystischen Zeichen der Dogon oder die verschlungenen Pfade von Atlantis sind – meine Kunst versteht sich als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Mythos und Wirklichkeit. In ihr suche ich nach dem Verborgenen – und lade dazu ein, mit offenen Augen und offenem Herzen mitzureisen.